Januar

Samstg, 19. Januar im Turnerheim

Stummfilmabend mit "Miller The Kliller"

"Miller the Killer", alias Walter Molitor, ist in der Szene im gesamten deutschsprachigen Raum seit Jahrzehnten bekannt als virtuoser Stummfilm-Pianist.

„Kino“ - das dritte „K“ von K3 - muss natürlich etwas Besonderes, nicht Alltägliches sein. Geboten wird ein Kinoerlebnis wie vor 100 Jahren, als die Bilder erst laufen lernten, und in den Kinos live dazu musiziert wurde, meist am Klavier. Und einige Filme sind es auch wirklich wert, wieder ans Tageslicht - pardon - ins Dunkel des Kinosaals geholt zu werden, wie die der großen Regisseure Lubitsch, Murnau etc.

Letztes Jahr war es eine Premiere, als „Miller The Killer“ alias Walter Molitor mit seinem virtuosen Klavierspiel zur Ernst Lubitschs „Die Puppe“ die anfangs recht skeptischen Zuhörer begeisterte. Eine Premiere ist es auch heuer wieder, denn zum ersten Mal nutzt der K3 Kulturverein das neue Turnerheim für eine seiner Veranstaltungen. Am 19. Januar um 20:00 Uhr soll’s losgehen.

„Da muss ich nächstes Mal wieder hin - hätte ich mir nicht vorstellen können, wie toll das ist...“ So oder so ähnlich kommentierten die Besucher den ersten Stummfilmabend vor ziemlich genau einem Jahr. Im April gab es dann das nicht weniger eindrucksvolle K3-Debüt für Lizzy Aumeier und Wolfgang Faigle zu „Nosferatu“. Jetzt ist wieder „Miller“ an der Reihe, und der Hauptfilm des Abends ist „Schuhpalast Pinkus“, der zweite Lubitsch-Film, den es bei K3 zu sehen gibt.

Während „Schuhpalast Pinkus“ der letzte Film ist, in dem Lubitsch selbst eine Rolle übernommen hatte - später konzentrierte er sich auf seine Regiearbeit, mit der er nach seiner Umsiedlung nach Hollywood weltberühmt wurde - war es für Ossi Oswalda der Start in eine beispiellose Stummfilmkarriere. Die Tochter einer taubstummen Mutter verstand es meisterhaft, ohne Worte zu spielen, der Tonfilm brachte allerdings das Ende ihrer Karriere.

Lubitsch, ein Schüler Max Reinhards, gab in dieser Komödie den faulen, aber cleveren gescheiterten Schüler  („Ich komme schon früh genug zu spät“), und den wiederholt gefeuerten Schusterlehrling und Schuhverkäufer, dem es mit Charme und Witz und der Hilfe des schöneren Geschlechts doch gelingt, sein Glück zu machen. Lubitsch spielt die Rolle mit so viel Selbstironie, dass ihm, selber Jude, der Vorwurf des Antisemitismus gemacht wurde.

Dass der am 9. Juni 1916 uraufgeführte Film seinerzeit als „jugendgefährdend“ eingestuft wurde, mag man heute belächeln, für die zeitgenössische Kritik schuf Lubitsch  „einen wirklich lustigen Film, von Anfang bis Ende voll Humor und eine Fülle von Szenen, über die man vorbehaltlos lachen kann“ (Der Film, Nr. 21, 17. Juni 1916).

Vorverkauf: Ticket - Shop in der Sparkasse, Tourist-Info im Rathaus,

Eintritt: 10 € VVK, zuzügl. Gebühr, 12 € Abendkasse

 


 Samstag, 26. Januar 2019, 20 Uhr, im RAUMWERK Neumarkt

Paul's Barber Shop

 

Paul´s Barber Shop spielt einen musikalischen Rundumschnitt von den stürmischen 1920er-, bis hin zu den swingenden 1950er-Jahren. Gute handgemachte Musik, von Western-Swing bis Rockabilly. Akustisch instrumentiert mit mehrstimmigem Gesang.
Besetzung:
- Jh. Catbichler - Kontrabass & Gesang
- Andreas Huthansl - Gesang & Akustikgitarre
- Ralph Pöllinger - Resonatorgitarre
- Peter Fritsch - Lead-Gitarre
 
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr

Raumwerk, Kerschensteinerstraße 2

Vorverkauf: Ticket - Shop in der Sparkasse (wenige Karten)

Eintritt: 10 € VVK, zuzügl. Gebühr, 12 € Abendkasse (einige Restkarten)