April

Samstag, 5.4.2019 um 19:30 Uhr

Turnerheim, Mariahilstraße 28

Der Weiherer

Dank ihm und seinem millionenfach geklickten Internet-Video kennt mittlerweile ganz Deutschland die Postleitzahl von Brunsbüttel. Doch Weiherer ist weit mehr als der „25541-Kasperl“:

Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und grandios bissigem Humor. Unermüdlich tourt der „niederbayerische Brutalpoet“ mit seiner mehrfach preisgekrönten Mischung aus Liedermacherei und Kabarett durch den deutschsprachigen Raum. Ganz alleine mit Gitarre und Mundharmonika oder zusammen mit seiner exzellenten Band geizt Weiherer dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und deftigen Sprüchen. Kompromisslos, respektlos, meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt.

Weiherers Auftritte sind mehr grob geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst, und seine saukomischen Alltagsgeschichten sind längst Kult. Der ungezügelte Redeschwall wird nur unterbrochen von ein paar Liedern, die einen bis ins Mark durchdringen. Vorgetragen mit einer dringlich näselnden Stimme in breitestem Dialekt, frei von Selbstgerechtigkeit, aber voller Herzblut. Tiefsinnig und absurd zugleich, kantig und verquer, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert.

Lieder mit viel Engagement und nicht selten mit richtig ehrlicher Wut, stets heimatverbunden und für ein bewusstes und respektvolles Miteinander einstehend. Pamphlete gegen dumm-dreiste Stammtisch-Politiker und ignorante Landschaftsverschandelung, gegen verblödende Touchscreen-Wischerei und für echte Kommunikation. Oder von der selbstkritischen Bilanz des Scheiterns an den eigenen Idealen. Und in bester Liedermacher-Tradition beherrscht Weiherer auch die leisen Töne, in denen er immer eine große Portion Menschenfreundlichkeit und Liebe durchblicken lässt. Ihn interessiert das große Ganze, das Hinschauen und Hinlangen, auch wenn´s mal weh tut. Als Zuhörer sitzt man mit ihm in einem Boot und bestaunt seine Navigationskünste durch diesen ganzen Wahnsinn. Durch eine Welt voller Fragen und ohne Antworten. Ein faszinierender Sturschädel

 

Vorverkauf: Ticket - Shop in der Sparkasse, Tourist-Info im Rathaus, www.neumarkt-ticket.de
Eintritt: 20 € VVk, zuzügl. Gebühr, 23 € Abendkasse

 


Am 30. April (Walpurgisnacht) um 20 Uhr setzen wir unsere Stummfilmreihe fort:

Fritz Lang's Metropolis

Letztes Jahr Nosferatu, heuer Metropolis. Der zweite Stummfilm-Klassiker, den die gelernte Kontrabassistin Lizzy Aumeier, zusammen mit dem Marimbaphonisten und Schlagzeuger Horst Faigle auf kongeniale Art und Weise begleitet.

Beide Musiker sind schon lange musikalische Weggefährten und haben zusammen jahrelang im Cinecitta eine große Palette an Stummfilmen begleitet. Zu den dort aufgeführten Filmen gehörte Fritz Langs geniales Meisterwerk „Metropolis“. Dieses expressionistische Werk war der erste Science-Fiction in Spielfilmlänge und ist heute in die Liste der Welterbe-Kulturgüter aufgenommen.

Fritz Langs Stummfilmklassiker ist ein Meisterwerk der Filmästhetik und ein Meilenstein in der Geschichte des Science-Fiction-Films. In der Zukunftsstadt Metropolis führt ein Aufstand der geknechteten Massen zu Zerstörung, aber auch zur Versöhnung zwischen den Klassen.“ (Kino.de)

 

 

    

Die Musiker:

 

Lizzy Aumeier: Kontrabass und Geräusche

und

Horst Faigle: Marimbaphon,Vibraphon und Schlagzeug.

 

Das Anliegen der beiden ist es nicht, den Film zu übertönen, sondern diesen in den Mittelpunkt zu rücken.

 

Lizzy Aumeier,

die gebürtige Neumarkterin studierte vor ihrer kabarettistischen Laufbahn Kontrabass und examinierte in diesem Fach als erste Frau am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, und das mit „sehr gut“. Anschließend studierte sie Jazz und war als freischaffende Musikerin in verschiedenen Ensembles tätig. Sowohl als Musikerin wie auch als Kabarettistin ist sie vielfach ausgezeichnet. Sie versteht es meisterhaft, ihr musikalisches Können und ihr kabarettistisches Talent zu verknüpfen.

 

Horst Faigle,

eingeborener Nürnberger, ist als Schlagzeuger aus dem Bereich der Unernsten Musik über Blues und Deutschrock irgendwann in den Bereich der Ernsten Musik gedriftet und wurde dort neben dem Schlagzeug auch mit Marimba und Vibrafon vertraut. Mittlerweile über den Jazz wieder zur Unernsten Musik zurückgekehrt, kann er heute aus den reichen Erfahrungen dieser wechselhaften musikalischen Entwicklung schöpfen.

 

 

Klostersaal, evangelisches Gemeindezentrum

Vorverkauf: Ticket - Shop in der Sparkasse, Tourist-Info im Rathaus

Eintritt: 15 € VVk, zuzügl. Gebühr, 18 € Abendkasse